**Anleitungen und Befehlszeilen für LinuxWelt 5/2025, ab Seite 26.**
**Hinweise:** Die Beschreibungen in diesem Artikel gelten für Ubuntu Server oder Ubuntu Desktop. Debian-Nutzer verwenden die gleichen Befehle, verschaffen sich aber mit
`su -`
```
su -
```
administrative Rechte im Terminal und lassen „sudo“ weg.
**Platzhalter** schreiben wir immer in eckigen Klammern "[...]". Ersetzen Sie diese mit den Angaben für Ihr System.
...
...
@@ -17,17 +17,18 @@ administrative Rechte im Terminal und lassen „sudo“ weg.
Der Serverdienst wird automatisch aktiviert und gestartet. Im Webbrowser rufen Sie „http://[MeinServer]“ auf. Den Platzhalter ersetzen Sie durch die IP-Adresse oder den Namen des Servers, an den Sie abhängig vom Router „.local“ oder „.fritz.box“ anhängen können oder müssen. Sie sehen dann die Apache-Startseite („/var/www/index.html“).
**Schritt 2:** Für die PHP-Basisinstallation genügt die Zeile
`sudo apt install php`
```
sudo apt install php
```
**Schritt 3:** Falls es für eine Webanwendung erforderlich ist, installieren Sie ein Datenbanksystem.
`sudo apt install mariadb-server`
```
sudo apt install mariadb-server
```
**Schritt 4:** Für die Erstkonfiguration von Maria DB starten Sie
`sudo mysql_secure_installation`
```
sudo mysql_secure_installation
```
und werden nach dem aktuellen Passwort gefragt. Da noch keines vergeben ist, bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Die Frage „Switch to unix_socket authentication“ beantworten Sie mit „n“, was Sie mit Eingabetaste bestätigen. Die nächste Frage „Change the root password?“ beantworten Sie ebenfalls mit „n“. Bei den weiteren Fragen übernehmen Sie die Vorgaben.
**Schritt 5:** Erstellen Sie mit den folgenden vier Befehlszeilen einen administrativen Benutzer für Maria DB:
...
...
@@ -42,9 +43,9 @@ exit;
Statt des Platzhalters „[Passwort]“ setzen Sie ein Passwort ein. Es muss keinen hohen Sicherheitsanforderungen genügen, weil Maria DB nur lokal erreichbar ist.
**Schritt 6:** Installieren Sie das Datenbank-Frontend **Phpmyadmin**. Darüber können Sie neue Datenbanken erstellen sowie Benutzer und Zugriffsrechte verwalten:
`sudo apt install phpmyadmin`
```
sudo apt install phpmyadmin
```
Sie werden nach dem verwendeten Webserver gefragt und wählen „apache2“. Beantworten Sie die Frage nach „dbconfig-common“ mit „Yes“. Danach legen Sie das Passwort fest, das Phpmyadmin intern für den Zugriff auf Maria DB verwenden soll.
Rufen Sie im Browser „http://[MeinServer]/phpmyadmin“ auf und melden sich mit dem zuvor konfigurierten Benutzernamen („admin“) und Passwort an.
...
...
@@ -53,25 +54,25 @@ Rufen Sie im Browser „http://[MeinServer]/phpmyadmin“ auf und melden sich mi
An dieser Stelle beschreiben wir exemplarisch die Installation von Dokuwiki (www.dokuwiki.org), einem kleinen CMS (Content Management System), das sich gut für die Ablage von Notizen, Infos und Bildern eignet. Dokuwiki kommt ohne Datenbanksystem aus und speichert die Inhalte einfach im Dateisystem.
**Schritt 1:** Neben Apache und PHP sind zusätzliche PHP-Module erforderlich. Installieren Sie diese so:
**Schritt 2 - Dokuwiki installieren:** Gehen Sie dann auf https://down load.dokuwiki.org. Unter „Languages“ deaktivieren Sie per Klick auf „Toogle all“ alle Sprachen und setzen ein Häkchen vor „de - Deutsch (Sie)“ oder „ de-informal - Deutsch (Du)“. Unter „Popular Plugins“ aktivieren Sie beispielsweise „Upgrade Plugin“, „Video Share Plugin“ und „Gallery Plugin“, falls Sie diese Funktionen nutzen wollen. Klicken Sie unten auf der Seite auf „Start Download“.
Wer über SSH mit dem Server verbunden ist, bricht den Download ab und kopiert den Link hinter „download via this link“. Laden Sie die Datei mit
`wget [Download-Link]`
```
wget [Download-Link]
```
auf den Server herunter.
**Schritt 3:** Entpacken Sie die heruntergeladene tgz-Datei mit
`tar xvf [Datei]`
```
tar xvf [Datei]
```
und kopieren Sie den Ordner mit
`sudo cp -r dokuwiki /var/www/html`
```
sudo cp -r dokuwiki /var/www/html
```
**Schritt 4:** Bei einem ausschließlich lokal genutzten Server ist es eigentlich nicht nötig, auf Sicherheit zu achten. Dokuwiki zeigt allerdings eine Fehlermeldung an, wenn die Zugriffsrechte nicht korrekt gesetzt sind. Um das zu ändern, kopieren Sie die „.htaccess.dist-Datei“ (zwei Zeilen):
an. Damit Apache die Konfiguration aus der Datei „.htaccess“ berücksichtigt, bauen Sie in die Datei „/etc/apache2/sites-enabled/000-default.conf“ den folgenden Block oberhalb von „</Vitualhost>“ ein (drei Zeilen):
```
...
...
@@ -98,9 +99,9 @@ Mit `systemctl reload apache2` liest der Webserver die Konfiguration dann neu ei
## Webserver und Webanwendungen im Container
Ubuntu-Nutzer installieren eine aktuelle Docker-Version am einfachsten als Snap:
`sudo snap install docker`
```
sudo snap install docker
```
In den Repositorien der Distributionen finden Sie meist nur ältere Versionen. Nutzer von Debian oder Raspberry-Pi OS-können https://download.docker.com als aktuellere Paketquelle einbinden. Anleitungen dafür finden Sie unter https://docs.docker.com/engine/install.
Wenn Sie Apache weiter verwenden wollen, muss der Webserver mit anderen Ports konfiguriert sein. Dafür ändern Sie die Ports in der Datei "/etc/apache2/ports.conf" und auch für alle aktivierten Sites unter /etc/apache2/sites-enabled". Starten Sie Apache mit
`sudo systemctl restart apache2`
```
sudo systemctl restart apache2
```
neu
Richten Sie den Nginx Proxy Manager (https: //nginxproxymanager.com) über Portainer ein. Dafür verwenden Sie die Datei [NPM-Docker-Compose-File.yaml](https://github.com/Myria-de/docker/blob/main/NPM-Docker-Compose-File.yaml). Siehe auch https://m6u.de/DOCK.
...
...
@@ -137,7 +138,7 @@ Als Beispielanwendung verwenden wir wieder Dokuwiki. Die Installation erfolgt en
**Nginx Proxy Manager konfigurieren:** Öffnen Sie „http://[MeinServer]:81“ im Browser und melden Sie sich mit der E-Mail-Adresse „admin@example.com“ und dem Passwort „changeme“ an. Sie werden dann aufgefordert, Benutzernamen und E-Mail-Adresse zu konfigurieren. Nach einem Klick auf „Save“ legen Sie ein neues Passwort fest.
Gehen Sie dann auf „Hosts –› Proxy Hosts“ und hier auf „Add Proxy Host“. Unter „Domain Names“ setzen Sie eine Domain für dynamisches IP ein (siehe Artikel "Fernzugang zum Heimnetzwerk" in der [LinuxWelt](https://www.idgshop.de/linuxwelt) 5/2025, ab Seite 24). Unter „Forward Hostname / IP“ tragen Sie die IP-Adresse Ihres Linux-Servers ein und unter „Forward Port“ den Port des Dokuwiki-Containers („8080“). Auf der Registerkarte „SSL“ aktivieren Sie ein kostenloses SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt. Danach speichern Sie mit „Save“.
Gehen Sie dann auf „Hosts –› Proxy Hosts“ und hier auf „Add Proxy Host“. Unter „Domain Names“ setzen Sie eine Domain für dynamisches IP ein (siehe [[Fernzugang zum Heimnetzwerk]]. Unter „Forward Hostname / IP“ tragen Sie die IP-Adresse Ihres Linux-Servers ein und unter „Forward Port“ den Port des Dokuwiki-Containers („8080“). Auf der Registerkarte „SSL“ aktivieren Sie ein kostenloses SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt. Danach speichern Sie mit „Save“.
Im Browser lässt sich Ihr Dokuwiki jetzt über den konfigurierten Domainnamen aufrufen. Für die Erstkonfiguration verwenden Sie die URL „http://[Meine-Domain]/install.php?l=de“. Bei einem öffentlich zugänglichen Wiki sollten Sie unter „Anfangseinstellungen der Zugangskontrolle (ACL)“ den Eintrag „Geschlossenes Wiki (Lesen, Schreiben und Hochladen nur für registrierte Benutzer)“ wählen. Über „Admin –› Benutzerverwaltung“ legen Sie dann die Benutzer an, die einen Zugang erhalten sollen.
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@@ -148,12 +149,12 @@ Im Browser lässt sich Ihr Dokuwiki jetzt über den konfigurierten Domainnamen a
Hestia CP eignet sich für Nutzer, die eine klassische Installation ohne Docker bevorzugen, sich aber trotzdem eine einfache Konfiguration über eine Weboberfläche wünschen. Hestia CP setzt ein frisch installiertes Debian 11/12 oder Ubuntu 22.04/24.04 voraus.