Paperless-ngx (https://docs.paperless-ngx.com) ist vorrangig eine Serversoftware zur Ablage von Dokumenten.
Paperless-ngx installieren: Die Software lässt sich manuell installieren, was sich aus Sicherheitsgründen aber nur bei einer Nutzung ausschließlich im eigenen Netzwerk eignet. Wer sich dafür interessiert, findet eine Anleitung unter https://docs.paperless-ngx.com/setup/#bare_metal. Wir empfehlen die Installation in einem Docker-Container und gehen davon aus, dass Sie Portainer und Nginx Proxy Manager bereits installiert haben (siehe [Webanwendungen für Heimserver](https://devwelt.de/myria-de/heimserver/-/wikis/Webanwendungen%20f%C3%BCr%20Heimserver).
Verwenden Sie die von uns vorkonfigurierte Compose-Datei [Paperless-ngx-Local-Docker-Compose-File.yaml](https://devwelt.de/myria-de/heimserver/-/blob/main/Paperless-ngx-Local-Docker-Compose-File.yaml?ref_type=heads) für einen Server, der nur im eigenen Netzwerk erreichbar sein soll, und [Paperless-ngx-Public-Docker-Compose-File.yaml](https://devwelt.de/myria-de/heimserver/-/blob/main/Paperless-ngx-Public-Docker-Compose-File.yaml?ref_type=heads) für einen Server mit einer Internetdomain.
In beiden Dateien passen Sie die Angaben hinter den Variablen
```
PAPERLESS_CSRF_TRUSTED_ORIGINS:
PAPERLESS_ALLOWED_HOSTS:
```
entsprechend den Beispielen an.
Sie müssen den lokalen Namen des Servers sowie seine IP-Adresse eintragen und bei einem öffentlich zugänglichen Server den Domainnamen. Die Werte müssen von Anführungszeichen umschlossen sein und hinter den Kommata dürfen keine Leerzeichen stehen.
Hinter „PAPERLESS_SECRET_KEY:“ setzen Sie eine zufällige Zeichenkette ein, die Sie im Terminal mit
`echo $(tr -dc A-Za-z0-9 </dev/urandom | head -c 32)`
erzeugen.
## Nextcloud: Viele Optionen für Zusammenarbeit
Nextcloud (https://nextcloud.com) ist eine umfangreiche Plattform für Zusammenarbeit im Netzwerk. Über Nextcloud legen Sie Dateien ähnlich wie bei Google Drive oder Dropbox auf dem Server ab.
Nextcloud installieren: Am einfachsten ist die Einrichtung über ein Snap-Paket. Bei Ubuntu Server können Sie Nextcloud bereits bei der Installation wählen oder später mit
`sudo snap install nextcloud`
nachinstallieren. Die Snap-Umgebung ist auch für Debian und andere Distributionen verfügbar. Eine Installationsanleitung finden Sie unter https://snapcraft.io/docs/ins
talling-snapd.
Das Nextcloud-Snap bringt alles mit – Apache, PHP und My SQL. Sollte Apache auf dem System bereits für andere Zwecke laufen, dann ändern Sie die Ports der Snap-Instanz etwa mit
`sudo snap set nextcloud ports.http=8081 ports.https=8445`
Dann ist Nextcloud lokal unter „http://[MeinServer]:8081“ erreichbar. Wenn Sie auf das (primäre) Apache-Systempaket verzichten können, ist es einfacher, dieses zu deaktivieren
```
sudo systemctl stop apache2
sudo systemctl disable apache2
```
und für die Snap-Apache die Standards zu belassen.
Falls Sie Nginx Proxy Manager installiert haben (siehe [Webanwendungen für Heimserver](https://devwelt.de/myria-de/heimserver/-/wikis/Webanwendungen%20f%C3%BCr%20Heimserver), passen Sie die Ports ebenfalls an.
Konfigurieren Sie den Proxy-Host für HTTP, die IP-Nummer des Servers und den für Nextcloud gewählten Port. Für Nextcloud hinter einem Reverse Proxy führen Sie die folgenden zwei Befehle aus:
Den Platzhalter „[Domain]“ ersetzen Sie durch den Domainnamen des Servers (ohne „http://“).
Hinweis: Unter https://nextcloud.com/de/install/#community-projects sind weitere Installationsmethoden beschrieben, etwa über eine Imagedatei für den Raspberry Pi, ferner die manuelle Installation oder die Bereitstellung als Docker-Anwendung.
Liste der vertrauenswürdigen Domains erweitern:
`sudo snap run nextcloud.occ config:system:set trusted_domains 1 --value="[Domain]"`
Verwenden Sie die lokale IP-Adresse oder den Hostnamen, wenn die Installation über den Domainnamen erfolgt ist. Setzen Sie statt „1“ die Werte „2“, „3“ und so weiter ein, um weitere berechtigte Adressen zu konfigurieren. Sie können die Konfigurationsdatei „/var/snap/nextcloud/current/nextcloud/config/config.php“ auch direkt bearbeiten und die Werte unter „trusted_domains“ anpassen.