Änderungen

Hardware für den eigenen Server aktualisieren erstellt von Thorsten Eggeling's avatar Thorsten Eggeling
...@@ -12,12 +12,14 @@ Für viele Serveraufgaben spielen auch die Taktfrequenz der CPU und der verfügb ...@@ -12,12 +12,14 @@ Für viele Serveraufgaben spielen auch die Taktfrequenz der CPU und der verfügb
Ein Argument gegen Altgeräte ist die wahrscheinlich hohe Leistungsaufnahme. Ein durchschnittlicher Desktop-PC belastet die Stromrechnung mit ungefähr 60 Watt, ein Notebook mit bis zu 30 Watt. Bei neueren Mini-PCs oder Ein-Platinen-Computern liegt die Leistungsaufnahme dagegen bei unter 10 Watt. Das Gleiche gilt für NAS-Geräte für den Heimgebrauch (Network Attached Storage), die im Leerlauf unter 10 Watt aufnehmen. Ein NAS bietet den Vorteil einer kompakten Bauform, aber damit legen Sie sich auf die Software vom Hersteller fest. Ein Linux-Server ist flexibler. Ein Argument gegen Altgeräte ist die wahrscheinlich hohe Leistungsaufnahme. Ein durchschnittlicher Desktop-PC belastet die Stromrechnung mit ungefähr 60 Watt, ein Notebook mit bis zu 30 Watt. Bei neueren Mini-PCs oder Ein-Platinen-Computern liegt die Leistungsaufnahme dagegen bei unter 10 Watt. Das Gleiche gilt für NAS-Geräte für den Heimgebrauch (Network Attached Storage), die im Leerlauf unter 10 Watt aufnehmen. Ein NAS bietet den Vorteil einer kompakten Bauform, aber damit legen Sie sich auf die Software vom Hersteller fest. Ein Linux-Server ist flexibler.
Wer den Server im Arbeits- oder Wohnzimmer aufstellen muss, sollte die Geräuschentwicklung bedenken. Ältere PCs mit mehreren Festplatten arbeiten nicht immer leise. Auch Mini-PCs und der Raspberry Pi 5 machen mit kleinen Lüftern oft unangenehm auf sich aufmerksam. Ist kein Kellerraum für den Server verfügbar, sollten Sie in neuere Geräte mit passiver Kühlung oder großen und leisen Lüftern investieren. Ein bereits vorhandenes Altgerät kostet Sie nichts, außer Sie müssen Festplatten und RAM nachrüsten. Der Raspberry Pi 5 mit Zubehör belastet Ihr Budget zur Zeit mit rund 150 Euro, ein Mini-PC oder ein NAS in einer ähnlichen oder etwas höheren Leistungsklasse mit 150 bis 300 Euro. Dazu kommen jeweils die Kosten für Festplatten. Mit gebrauchten und aufbereiteten Geräten (Refurbished) können Sie viel Geld sparen. Notebooks oder Mini-PCs mit einem Alter von vier bis sechs Jahren erwerben Sie zu Preisen zwischen 150 und 300 Euro. Beschädigungen am Gehäuse oder Pixelfehler beim Notebookdisplay mindern den Preis, sind aber bei einem Server tolerierbar. Funktionstüchtige USB-3.0-Ports und Gigabit-Ethernet sollten jedoch vorhanden sein. Wer den Server im Arbeits- oder Wohnzimmer aufstellen muss, sollte die Geräuschentwicklung bedenken. Ältere PCs mit mehreren Festplatten arbeiten nicht immer leise. Auch Mini-PCs und der Raspberry Pi 5 machen mit kleinen Lüftern oft unangenehm auf sich aufmerksam. Ist kein Kellerraum für den Server verfügbar, sollten Sie in neuere Geräte mit passiver Kühlung oder großen und leisen Lüftern investieren. Ein bereits vorhandenes Altgerät kostet Sie nichts, außer Sie müssen Festplatten und RAM nachrüsten. Der Raspberry Pi 5 mit Zubehör belastet Ihr Budget zur Zeit mit rund 150 Euro, ein Mini-PC oder ein NAS in einer ähnlichen oder etwas höheren Leistungsklasse mit 150 bis 300 Euro. Dazu kommen jeweils die Kosten für Festplatten. Mit gebrauchten und aufbereiteten Geräten (Refurbished) können Sie viel Geld sparen. Notebooks oder Mini-PCs mit einem Alter von vier bis sechs Jahren erwerben Sie zu Preisen zwischen 150 und 300 Euro. Beschädigungen am Gehäuse oder Pixelfehler beim Notebookdisplay mindern den Preis, sind aber bei einem Server tolerierbar. Funktionstüchtige USB-3.0-Ports und Gigabit-Ethernet sollten jedoch vorhanden sein.
## Der Datenspeicher für den Server ## Der Datenspeicher für den Server
In Arbeitsrechnern bewirkt eine SSD einen deutlichen Geschwindigkeitsschub, insbesondere beim Systemstart. Einen Server starten Sie aber in der Regel nicht ständig neu, weshalb auch eine herkömmliche Festplatte ausreicht. Wenn vorhanden, kann man auch eine kleine SSD für das System und eine oder mehrere Festplatten als Datenspeicher verwenden. Im Prinzip eignet sich jede Festplatte, für den Dauerbetrieb sollte man jedoch auf die etwas teureren NAS-Festplatten setzen. Der Strombedarf steigt mit jeder zusätzlichen Festplatte, sinkt allerdings wieder, wenn niemand auf den Server zugreift und die Festplatten in den Ruhemodus wechseln. In Arbeitsrechnern bewirkt eine SSD einen deutlichen Geschwindigkeitsschub, insbesondere beim Systemstart. Einen Server starten Sie aber in der Regel nicht ständig neu, weshalb auch eine herkömmliche Festplatte ausreicht. Wenn vorhanden, kann man auch eine kleine SSD für das System und eine oder mehrere Festplatten als Datenspeicher verwenden. Im Prinzip eignet sich jede Festplatte, für den Dauerbetrieb sollte man jedoch auf die etwas teureren NAS-Festplatten setzen. Der Strombedarf steigt mit jeder zusätzlichen Festplatte, sinkt allerdings wieder, wenn niemand auf den Server zugreift und die Festplatten in den Ruhemodus wechseln.
![Mehr Platz für Dateien: Externe 3,5-Zoll-Festplatten bieten eine preisgünstige Erweiterung des Datenspeichers, brauchen aber deutlich mehr Strom als 2,5-Zoll-Laufwerke.](uploads/4c39a0629f100e9132ba1754083a0e4e/201_01_USB-Drive.png){width=423 height=310}
Bei Notebooks, Mini-PCs oder Ein-Platinencomputern ist man auf USB-Festplatten für die Erweiterung des Speichers angewiesen. Externe 3,5-Zoll-Festplatten mit eigenem Netzteil benötigen zwischen 5 und 10 Watt und sind daher weniger optimal. 2,5-Zoll-Laufwerke kommen mit ungefähr 2 Watt aus und benötigen meist kein zusätzliches Netzteil. Bei Notebooks, Mini-PCs oder Ein-Platinencomputern ist man auf USB-Festplatten für die Erweiterung des Speichers angewiesen. Externe 3,5-Zoll-Festplatten mit eigenem Netzteil benötigen zwischen 5 und 10 Watt und sind daher weniger optimal. 2,5-Zoll-Laufwerke kommen mit ungefähr 2 Watt aus und benötigen meist kein zusätzliches Netzteil.
Der Raspberry Pi lädt das Betriebssystem standardmäßig von SD-Karte, was als nicht besonders zuverlässig gilt. Ein USB-Stick ist besser geeignet, blockiert aber einen schnellen USB-3.0-Port. Mit einem USB-Hub erweitern Sie die Anzahl der Ports für externe Festplatten. Da der Raspberry Pi 5 mit einer PCIe-Schnittstelle ausgestattet ist, bietet sich ein NVMe-PCIe-Adapter für einen Ausbau an. Die Platine Geek Pi N04 bietet Platz für eine NVMe-SSD und kann die Formate 2230, 2242, 2260 und 2280 aufnehmen (13 Euro, https://m6u.de/52N4M). Eine passende SSD mit 1 TB kostet um die 100 Euro. Sie können das System von der SSD booten oder sie nur als Datenspeicher verwenden. Der Raspberry Pi lädt das Betriebssystem standardmäßig von SD-Karte, was als nicht besonders zuverlässig gilt. Ein USB-Stick ist besser geeignet, blockiert aber einen schnellen USB-3.0-Port. Mit einem USB-Hub erweitern Sie die Anzahl der Ports für externe Festplatten. Da der Raspberry Pi 5 mit einer PCIe-Schnittstelle ausgestattet ist, bietet sich ein NVMe-PCIe-Adapter für einen Ausbau an. Die Platine Geek Pi N04 bietet Platz für eine NVMe-SSD und kann die Formate 2230, 2242, 2260 und 2280 aufnehmen (13 Euro, https://m6u.de/52N4M). Eine passende SSD mit 1 TB kostet um die 100 Euro. Sie können das System von der SSD booten oder sie nur als Datenspeicher verwenden.
...@@ -28,5 +30,4 @@ Einigermaßen aktuelle PCs besitzen in der Regel mindestens Gigabit-Ethernet. Di ...@@ -28,5 +30,4 @@ Einigermaßen aktuelle PCs besitzen in der Regel mindestens Gigabit-Ethernet. Di
Aktuelle SATA-Festplatten bieten bei sequenziellen Zugriffen (große Dateien) Transferraten von um die 200 MB/s, am USB-3.0-Port (5 GBit/s, USB 3.2 Gen 1×1) meist weniger. Deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen Sie mit SSDs, einem Raid-0-Verbund von Festplatten oder Laufwerken am USB-Port mit USB 3.2 Gen 2×1 oder höher (10 GBit/s und mehr). Dann kann sich ein schnellerer Ethernet-Adapter mit 2,5, 5 oder 10 GBit/s lohnen. Für PCs sind PCIe-Steckkarten verfügbar, für Notebooks USB-Adapter. Zusätzlich benötigen Sie einen Netzwerkswitch für die gewünschte Geschwindigkeit. Die anderen Geräte können bei Gigabit-Ethernet bleiben, die Gesamtbandbreite in Richtung Server erhöht sich jedoch. Aktuelle SATA-Festplatten bieten bei sequenziellen Zugriffen (große Dateien) Transferraten von um die 200 MB/s, am USB-3.0-Port (5 GBit/s, USB 3.2 Gen 1×1) meist weniger. Deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen Sie mit SSDs, einem Raid-0-Verbund von Festplatten oder Laufwerken am USB-Port mit USB 3.2 Gen 2×1 oder höher (10 GBit/s und mehr). Dann kann sich ein schnellerer Ethernet-Adapter mit 2,5, 5 oder 10 GBit/s lohnen. Für PCs sind PCIe-Steckkarten verfügbar, für Notebooks USB-Adapter. Zusätzlich benötigen Sie einen Netzwerkswitch für die gewünschte Geschwindigkeit. Die anderen Geräte können bei Gigabit-Ethernet bleiben, die Gesamtbandbreite in Richtung Server erhöht sich jedoch.
Die Kosten für etwas schnelleres Ethernet sind überschaubar. USB- oder PCIe-Adapter für 2,5 GBit/s kosten etwa 50 Euro, eine 10-GBit/s-PCIe-Karte 80 Euro und ein Switch für bis zu 10 GBit/s etwa 100 Euro. Dazu kann noch ein SFP-Adapter für circa 40 Euro kommen, wenn im Switch keine RJ45-Buchse für ein Ethernet-Kabel verbaut ist. Den Switch sollten Sie in der Nähe des Servers unterbringen, damit ein kurzes Cat-6a-Kabel ausreicht. Für 2,5 GBit/s genügen die Cat-5e-Kabel, die Sie vielleicht schon verlegt haben. Kabel einer geringeren Kategorie können für kurze Entfernungen ausreichen, was aber nicht garantiert ist. Die Kosten für etwas schnelleres Ethernet sind überschaubar. USB- oder PCIe-Adapter für 2,5 GBit/s kosten etwa 50 Euro, eine 10-GBit/s-PCIe-Karte 80 Euro und ein Switch für bis zu 10 GBit/s etwa 100 Euro. Dazu kann noch ein SFP-Adapter für circa 40 Euro kommen, wenn im Switch keine RJ45-Buchse für ein Ethernet-Kabel verbaut ist. Den Switch sollten Sie in der Nähe des Servers unterbringen, damit ein kurzes Cat-6a-Kabel ausreicht. Für 2,5 GBit/s genügen die Cat-5e-Kabel, die Sie vielleicht schon verlegt haben. Kabel einer geringeren Kategorie können für kurze Entfernungen ausreichen, was aber nicht garantiert ist.
\ No newline at end of file